Co-Sleeping – Die Vorteile vom Familienbett

Andrea RathBaby

Cosleeping - Das sind die Vorteile vom Familienbett

Das Thema Schlaf ist wohl eines der meist diskutierten, wenn es um Babys geht. Hier erklärt Trage- und Schlafberaterin Elisabeth Hacker die Vorteile von Co-Sleeping – also das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kind in einem Bett oder zumindest in einem Zimmer – und warum es so wichtig ist, dass dein Baby nachts spürt, dass du bei ihm bist.

“Und, schläft dein Kind schon durch?”

Das ist einer der Top-Ten-Fragen die Eltern mit Babys nicht mehr hören können. Unsere Gesellschaft erwartet von unseren Babys, dass sie spätestens mit 6 Monaten im eigenen Zimmer durchschlafen. Die Natur hat es aber anders eingerichtet! Denn Kinder brauchen ihre Eltern auch beim Schlafen. Die kindliche Schlafentwicklung dauert ca. bis zum dritten Geburtstag. 

Babys Sicherheitsbedürfnis durch Co-Sleeping stillen

Jeder Mensch erwacht mehrmals in der Nacht. Den Erwachsenen fällt es nicht auf, weil sie mittlerweile schnell wieder in die nächste Schlafphase kommen. Bei den Babys und Kindern ist das aber anders. Sie erwachen und wollen sich dabei sicher sein, dass alles in Ordnung ist und ihnen keine Gefahr droht. Wenn die Eltern aber nicht da sind, wie können sie da sicher sein? Diese Sicherheit, die sie bekommen, wenn Mama oder Papa da ist und sie einfühlsam in den Schlaf begleitet, wirkt sich auf das weitere Leben aus. Spätere Schlafstörungen werden mit dem in Verbindung gebracht, dass ein Kind nicht gelernt hat entspannt einschlafen zu können.

Familienbett und Co-sleeping - Das sind die Vorteile

Zu dem gibt es noch weitere Vorteile Co-Sleeping, unter Einhaltung bestimmter Regeln, zu praktizieren:

  • Der Schlafrhythmus von Mutter und Kind passen sich an. Das heißt, keiner von beiden muss ganz erwachen, sondern die Mutter kann das Kind sofort stillen. So kommt sie zu mehr Schlaf und ist ausgeruhter.
  • Kinder erleben auch weniger Alpträume, wenn sie bei ihren Eltern schlafen dürfen und verletzten sich nicht, wenn sie in der Nacht auf Wanderschaft gehen.
  • Die Kinder, die länger bei ihren Eltern schlafen dürfen, gewinnen ein Vertrauen und eine Sicherheit die sich im Umgang mit den Mitmenschen spiegelt. Sie sind selbstständiger und rücksichtsvoller als Andere.

Kinder werden immer früher in Fremdbetreuung gegeben. Wenn sie in der Nacht nicht bei ihren Eltern sein dürfen, wie viel Zeit bleibt ihnen dann noch mit ihnen? Es kann eine Chance sein, mit seinem Kind zu kuscheln und ihm Nähe zu geben, wenn man wieder arbeiten geht. Man verwöhnt sein Kind dadurch nicht. Ein Baby kann nicht genug verwöhnt werden! Sie sind angewiesen auf ihre Eltern und erleben Todesängste, wenn sie alleine gelassen werden.

Es gibt mehrere Formen des Co-Sleepings und jede Familie muss und darf ihre eigene Form finden, denn nur wenn sich alle wohl fühlen, ist es ein geborgenes Nest. Alle in einem Bett, ein Beistellbett im Elternschlafzimmer, das Gitterbett im Kinderzimmer, so dass Geschwister ab einem gewissen Alter zusammen schlafen und so weiter. Es ist auch legitim zu sagen, dass man das nicht möchte. Dennoch gibt es einfühlsame Möglichkeiten sein Kind beim Einschlafen zu begleiten.

Um eine gute Schlafumgebung zu gestallten, sind ein paar Faktoren zu beachten:

  • Die Zimmertemperatur sollte angenehm zwischen 16-17°C sein.
  • Jeder bekommt einen ganzen Schlafplatz, denn wenn es zu eng ist, kann man nicht entspannt schlafen.
  • Elektrogeräte gehören nicht in das Schlafzimmer. Ebenso sollte man vor dem zu Bett gehen auf Computer, Fernseher & Co verzichten.
  • Rituale helfen nicht nur den Kindern sondern auch den Erwachsenen.

“Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.” Es tut gut ein Netzwerk um sich zu haben, das einen unterstützt. Doch manchmal dürfen wir auf den Instinkt vertrauen und das Dorf, Dorf sein lassen.

 

Quellen: Sibylle Lüpold, Ich will bei euch schlafen!, Freiburg 2007, Herder Verlag

Autorin: Elisabeth Hacker – neben Trageberatung bietet Elisabeth auch ganzheitliche und beziehungsorientierte Schlafberatung an: www.die-babyschmiegewiege.at

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren: